Termine und Aktuelles

Spielmobiltagung 2018 in Schleswig-Holstein

Cola in Liter-Eimern, Chips zum Mittagessen – überall in Deutschland leben Kinder immer ungesünder und werden immer dicker. Kinderärzte sehen die größten Gefahren für die Gesundheit der Kinder in falscher Ernährung, Bewegungsmangel in der Freizeit und einer zu intensiven Nutzung von Fernsehen und Computer. Was lässt sich dagegen tun? Einfach mal zum Spielmobil gehen!

Bewegung und Ernährung“ ist das Thema des Spielmobiltreffens in Schleswig-Holstein, das vom 23. bis 25. März 2018 in der Jugendbildungsstätte Barmstedt stattfinden soll. Von Freitagabend bis Sonntagmittag treffen sich alle, die an Spielmobilarbeit und Spielpädagogik interessiert sind. Schwerpunkte bilden wieder die Vorstellungen gelungener Spielmobilprojekte, mehrere Workshops, Film- und Fachvorträge und natürlich das Spielecafe.

Mit dem Thema „Bewegung und Ernährung“  greift die Landesarbeitsgemeinschaft Spielmobile Schleswig-Holstein ein hochbrisantes Thema auf und versucht auf der Tagung Anregungen zu geben, wie Spielmobile sich dazu positionieren können. Dabei werden unter anderem auch gelungene Projekte zum Thema vorgestellt.

Dem Bewegungsmangel etwas entgegen setzen – im Spiel können Jungen und Mädchen  sich austoben und neue Bewegungserfahrungen machen, ganz nebenbei macht das sogar Spaß. „Mein Kind isst das nicht!“ hören wir immer wieder von Eltern, wenn es um gesundes Essen, wie etwa Obst, geht. Doch wie erstaunt sind die Mütter und Väter, wenn die Kinder dann die  leckeren selbstgemachten  Obstspieße nur so verputzen und nach mehr verlangen. Um diese Themen auf dem Spielmobiltreffen zu vertiefen, haben wir von der LAG S.-H. Referent*innen aus verschiedenen Fachrichtungen gewinnen können.

 

Termin:         23.-25. März 2018

 

Ort:                Jugendbildungsstätte Barmstedt, Düsterlohe 5, 25355 Barmstedt

 

Kosten:        inkl. Unterkunft, Essen und Workshops 35,- € bzw. 50,- €  für Nichtmitglieder der LAG-Spielmobil

 

Anmeldung:            ab Januar 2018  unter lag.spielmobile@gmx.de

Bitte mit Namen, Post- und Emailadresse sowie den gewünschten Workshops. Vegetarische Kost oder Besonderheiten bei der Verpflegung bitte mit der Anmeldung angeben!  Anmeldeschluss ist der 28. Februar 2018. Die Anmeldebestätigungen werden nach dem Anmeldeschluss verschickt.

Tagung 2012

Spielmobile gegen Rassismus und Diskriminierung – Neues aus dem Norden

„Mobbing unter Kindern – Was können Spielmobile tun?“ Das war eines von vielen Themen, mit denen sich die TeilnehmerInnen beim diesjährigen Spielmobiltreffen in Schleswig-Holstein auseinandersetzten. Vierzig SpielmobilerInnen waren Ende März 2012 wieder in der Jugendbildungsstätte in Barmstedt im Kreis Pinneberg zusammengekommen. Ein Wochenende lang tauschten sie Ideen und Erfahrungen aus und beschäftigten sich mit pädagogischen Fragen. Die Landesarbeitsgemeinschaft Spielmobile Schleswig-Holstein (LAG) konnte auch einige Gäste aus Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern begrüßen. Einen besonders weiten Weg zur Tagung hatte dieses Jahr Thomas Wodzicki von der BAG Spielmobile auf sich genommen, der extra aus Thüringen angereist war.

Zwei ganztägige und sechs zweistündige Workshops, ein Fachvortrag, Filmvorführungen über gelungene Projekte, eine Spielzeug-Tauschbörse und ein Spieleabend – und zum Abschluss noch die Jahreshauptversammlung der LAG. Das alles vom Freitagabend bis zum Sonntagnachmittag. Da war wieder für alle etwas dabei. Die Vielfalt des Angebots macht es aus, dass auch nach über zwanzig Jahren die Tagung erneut ein voller Erfolg war.

Einen bewährten Schwerpunkt der Tagung stellten die vielfältigen Workshops am Samstag dar. Dank der Unterstützung der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Schleswig-Holstein e.V. konnten zwei ganztägige Workshops mit externen Referenten angeboten werden. Sebastian Geisler vom Jugendzirkus Ubuntu führte in das Thema Zirkusspiele ein. Von der Akrobatik bis zur Jonglage, für Anfänger bis zum Fortgeschrittenen hatte er Tipps und Hinweise parat, um mit einfachen Mitteln einen Kinderzirkus anleiten zu können. Parallel lernten die SpielmobilerInnen bei Stefan Wöbke Taschenspielertricks kennen. Mit ein bisschen Geschick und Fingerfertigkeit wurden sie so zu Gauklern und Zauberkünstlern. Mit wenigen und kleinen Requisiten verblüfften sie am Abend und am folgenden Tag noch die eine oder den anderen.

„Krachmacher – Schminkstempel – Streichholzhäuschenbau – Tesadosen – Naturpädagogik – Spiele aus Afrika“. Diese zweistündigen Kurzworkshops wurden von KollegInnen aus der Spielmobilszene geleitet, die damit das Programm am Samstag abrundeten. Dabei handelte es sich um bewährte Angebote aus ihrer Arbeit. Der hohe praktische Nutzen der Workshops führte dazu, dass diese Angebote spontan verlängert wurden und sogar noch am Abend in dem oder anderen Raum kreativ gewerkelt wurde.

Der Abend stand dann im Zeichen der Tauschbörse und des anschließenden Spielecafes. Bambusrohre, Kopierpapier, Stelzen und Gesellschaftsspiele, alles Dinge die schon lange ungenutzt im Regal verstaubten, wurden zu Tauschgegenstände. Die Spielmobile hatten ihre Lager aufgeräumt und ausrangierte aber noch funktionstüchtige Spielsachen mitgebracht. Was für den einen ein Ladenhüter ist, ist für die andere ein langgesuchtes Spielzeug. So verwandelte sich das Plenum der Bildungsstätte in eine Tauschbörse und schon nach wenigen Minuten hatten die ausgedienten Spielsachen neue BesitzerInnen gefunden.

Nach einer kurzen Nacht (es war wieder Spieleabend oder besser Spielenacht) stand ein ernstes Thema auf dem Programm. „Mobbing unter Kindern – Was können Spielmobiler tun?“ war das diesjährige Theoriethema, mit dem sich die SpielmobilerInnen am Sonntagmorgen beschäftigten. Toni Sürken vom Jugendamt der Stadt Neumünster hielt dazu ein Impulsreferat. Es entspann sich eine angeregte Diskussion mit vielen Beiträgen. Vom offenen Rassismus bis zur verbaler und subtiler Gewalt konnten die SpielmobilerInnen über ihre Erfahrungen aus den vielfältigen pädagogischen Arbeitsfeldern berichten. Und so verschieden die Spielmobile sind, so unterschiedlich ist auch die Umgehensweise mit diesem sehr schwierigen Thema. Konsens war, dass Diskriminierungen unter Kindern nicht geduldet werden dürfen und damit offensiv umgegangen werden muss. Eine weitere Erkenntnis des intensiven Austausches war es, dass die Spielmobile mit dem Thema „Mobbing unter Kindern“ immer mehr konfrontiert sind und sich der verschiedensten pädagogischen Methoden bedienen. Damit ist das schwierige Thema aber leider noch nicht vom Tisch. Die LAG überlegt dieses Thema in Workshops auf zukünftigen Tagungen weiter zu vertiefen.

Der Austausch von Informationen stand zum Abschluss der Tagung im Vordergrund. Unser Gast Thomas Wodzicki referierte über die Arbeit der BAG Spielmobile, über besonders interessante Projekte, über Zuschussmöglichkeiten, neue Geldquellen und Fortbildungsangebote. An mehreren Infotischen konnten sich die TeilnehmerInnen dann noch mit umfangreichen Informationsmaterialien der BAG Spielmobile, der LKJ Schleswig-Holstein und dem Deutschen Kinderhilfswerk eindecken.

Die vielen positiven Rückmeldungen zur Tagung motivieren die LAG Spielmobile Schleswig-Holstein gleich wieder mit der Planung der nächsten Tagung zu beginnen. Die soll im Frühjahr 2013 erneut in Barmstedt stattfinden. Neue und alte Gesichter sind dann wieder herzlich willkommen. Anregungen und Ideen zur Tagung werden von der LAG gerne aufgenommen!

Video zur Karawane des Nordens

Fotos der Spielmobilkarawane des Nordens 2010

Rostock 11.10. 2010

 

Lübeck 12.10. 2010

 

Hamburg 13.10. 2010

 

Neumünster 14.10. 2010

 

Flensburg 15.10. 2010

Spielmobiltreffen 2010

Trends für die norddeutschen Spielmobile

Die Jugendbildungsstätte Barmstedt in Schleswig-Holstein verwandelte sich am Sonntagmorgen des 28. März zu einer Großbaustelle, die sich über alle Räume, Flure und das Treppenhaus erstreckte. Bei der Bauleitung wurden Leuchttürme, ein Rathaus, ein Einkaufszentrum, Klettergärten, Schulen und vieles mehr beantragt und dann von SpielmobilerInnen errichtet. Die Handwerker ließen ihrer Kreativität freien Lauf und bauten allein, zu zweit oder in großen Gruppen verschiedenste Werke. Die Bauaufsicht begann nach zwei Stunden die Bauwerke abzunehmen und zum Abschluss wurde jedes einzelne präsentiert.

Garnet Kothe und Janina Opitz vom Spielmobil Flensburg hatten eigens für die Bauaktion in einem großen Anhänger 35000 Holzklötzchen mitgebracht. Dieses Projekt hatten die beiden bereits an allen Flensburger Grundschulen erfolgreich durchgeführt.

Die Bauaktion war nur einer der Höhepunkte der 19. Spielmobil-Tagung der Landesarbeitsarbeitsgemeinschaft Spielmobile Schleswig-Holstein e.V. (LAG). Zum Erfahrungsaustausch und Planung gemeinsamer Aktionen hatten sich 46 ehren- und hauptamtliche SpielmobilerInnen aus Norddeutschland zwei Tage lang in Barmstedt/Schleswig-Holstein getroffen. Vom Freitag, dem 26. März bis Sonntag, dem 28. März stand das diesjährige Treffen der LAG unter Motto „Handwerk“.

In Workshops zu den Bereichen Schmieden, Drechseln und Kupferarbeiten erfuhren die TeilnehmerInnen am Sonnabend unter fachmännischer Anleitung von drei Referenten aus Flensburg, welche Gegenstände ohne große Vorkenntnisse auch von Kindern angefertigt werden können. Den gesamten Körper und alle Sinne einzusetzen, war dabei eine besondere Erfahrung für die SpielmobilerInnen. Es wurde gehämmert, gefeilt, gesägt und geschliffen. Das ganze an der frischen Luft bei typisch norddeutschem Wetter.

Gerd Drick vom Spielmobil Flensburg leitete den Bereich Kupferarbeiten. In sieben Arbeitsschritten wurde dabei ein Kupferstreifen bearbeitet und in ein „Schmuckes“ Stück verwandelt. Gerd erzählte, wie gut dieses Projekt auf Flensburger Spielplätzen bei den Kindern ankommt.

Parallel zu den Handwerkern fand für die Bewegungsmenschen der Spielmobilszene am Nachmittag ein zweistündiger Praxisworkshop zum Thema Slackline statt. In diesem Workshop, der wegen Teilnehmerbegrenzung zweimal durchgeführt wurde, stand das Thema Sicherheit im Vordergrund. Der Sportwissenschaftler Andreas Mitschke vom Kreisjugendring Pinneberg, gab den TeilnehmerInnen eine fundierte Einführung, unter welchen Sicherheitsaspekten Niedrigseilbauten in der Spielmobilpraxis angewandt werden können.

Umrahmt wurde das Wochenende von zwei Spieleabenden, auf denen das Rollenspiel „Werwölfe aus Düsterwald“ bis in die frühen Morgenstunden gespielt wurde. „Das hat richtig Spaß gemacht“, war trotz müder Augen der allgemeine Tenor beim gemeinsamen Frühstück.

Die Tagung wurde außerdem genutzt, um die Vernetzung der norddeutschen Spielmobilszene voranzutreiben. Dafür setzten sich die SpielmobilerInnen am Samstagabend zusammen und entwickelten zwei gemeinsame Projekte.

Das erste Vorhaben ist die Norddeutsche Spielmobilkarawane, die erstmalig vom 11. bis 15. Oktober 2010 stattfinden soll. Fünf Spielmobile aus den Bundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern werden daran teilnehmen. Unter dem Motto „Spielmobiltour für Kinderrechte“ werden in Rostock, Hamburg, Lübeck, Wedel (oder Neumünster) und Flensburg Spielaktionen auf öffentlichen Plätzen stattfinden. Organisiert wird die Karawane von der LAG. Unterstützung dafür signalisiert das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW).

Warum die Karawane?

Die Arbeit der Spielmobile geschieht oft im Verborgenen. Kinderfreundlichkeit ist in der Gesellschaft leider immer noch ein Fremdwort. Mit der Karawane soll ein Synergieeffekt erzeugt werden, um auf die Notwendigkeit der Arbeit der Mobilen Spielpädagogik hinzuweisen. Wichtige Punkte sind dabei:

  • Die Spielmobilkarawane erzeugt eine große Öffentlichkeit.

  • Die Karawane erreicht viele verschiedene Orte, viele unterschiedliche Menschen, Jungen und Mädchen.

  • Befreundete Spielmobile und andere Initiativen können vor Ort andocken und ihre Bedürfnisse einbringen.

  • Projekte können vor Ort unterstützt werden. Spezifische Themen, wie etwa das Recht der Kinder auf Schutz auf der Flucht oder das Recht auf Gesundheit, werden dann thematisiert.

  • Die Karawane stärkt die Zusammenarbeit der norddeutschen Spielmobilszene.

Mit dem Kooperationspartner DKHW wird ein zusätzlicher positiver Effekt ausgelöst. Das DKHW hat dabei in den letzten Jahren bereits viele Projekte vor Ort unterstützt und gute Erfahrungen gesammelt.

Ein weiteres Vorhaben wurde auf dem Treffen verabredet: Am 29. Mai 2011 veranstalten sieben Spielmobile auf der Landesgartenschau Schleswig-Holstein in Norderstedt ein großes Spielfest. Die Veranstalter der Landesgartenschau unterstützen diese Aktion finanziell. Die LAG hofft, dass sich noch mehr Spielmobile anschließen werden.

2011 steht das Treffen der Norddeutschen Spielmobile unter dem Motto „Das Beste aus 20 Jahren Spielmobiltreffen in Schleswig-Holstein“. Die Ausschreibung und weitere Informationen findet ihr bald hier.

Email-Kontakt: LAG.Spielmobile@gmx.de

Ansprechpartner für die Spielmobilkarawane für Kinderrechte 2010 sind Jan Heidtmann vom SpielTiger aus Hamburg, Garnet Kothe vom Spielmobil der Stadt Flensburg und Jessica Lau von Linie 412 / Stadt Neumünster.

LAG Treffen 2010

 

Wenn ihr noch mehr Bilder vom Treffen habt, dann mailt sie doch bitte an thorsten.wenzel@spieltiger.de. Ich werde sie dann möglichst schnell veröffentlichen.

LAG Treffen 2008


 

 

 

 

Die Spielmobile im Norden gingen baden

1_gruppenfotoDieses Jahr früher als sonst hat der Norden die Saison 2008 mit seiner Spielmobiltagung vom 15. bis 16. März in Barmstedt eingeläutet. Nach dem großen Erfolg der Tagung 2007 war es der LAG Spielmobile Schleswig-Holstein wieder gelungen, ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen. 34 TeilnehmerInnen von 13 Spielmobilen nutzten das interessante Fortbildungsangebot. Höhepunkt des Wochenendes waren die „Spiele im Wasser“ in der Barmstedter „Badewonne“.

Der Sonnabend stand mit einem kompakten Programm ganz im Zeichen der Praxis. Janina Opitz vom Spielmobil Flensburg und Thorsten Wenzel vom SpielTiger aus Hamburg führten den zweigeteilten Workshop „Leiter-Akrobatik, Jonglieren für Anfänger und Schminken“ durch.

Janina Opitz vermittelte in zwei Stunden den Umgang mit verschiedenen Schminkutensilien, sie erläuterte unterschiedliche Materialien, erklärte verschiedene Techniken und gab Tricks und Kniffs wie vieles leichter geht.

schminken72Im zweiten Block dieses Workshops ging es um Zirkusprojekte, die bei vielen Spielmobilen Highlights der Arbeit sind. Thorsten Wenzel zeigte, wie mit der Leiterakrobatik tolle Effekte erzielt werden können. Im weiteren Verlauf leitete er Spiele an, mit denen das Jonglieren schnell erlernt werden konnte.

Jessica Lau und Ulf Schlossbauer von der Linie 412 (mobile, projektorientierte Kinder- und Jugendeinrichtung Neumünster) veranstalteten den parallel stattfindenden Workshop „Puppenbau“. Sie stellten den Bau von überdimensionalen Spielpuppen vor. Eine besondere Herausforderung war dabei die Berücksichtigung der verschiedensten  Verweilzeiten der Kinder beim Spielmobil. Deshalb wurden folgende Fragen behandelt: Wie kann der Spannungsbogen aufrecht gehalten werde? Ist die Dekoration, die Kulisse, sind Text und Musik  eine unlösbare Aufgabe? Das wurde anscheinend gelöst, denn die lebensgroßen Ritter und Fantasietiere begeisterten die TeilnehmerInnen und regten zu einer spontanen Aufführung ein. Vor allem aber ging es um das Ausprobieren, Bauen und Spielen!

SchwimmbadAm Abend machte Thorsten Wenzel dann alle nass! Beim Ausflug oder auf der Ferienfreizeit – beliebt ist bei groß und klein das Vergnügen im Wasser. Dafür hatte die LAG Spielmobile am Abend  die Badewonne gemietet. Alle hatten noch genug Puste um sich über eine Stunde lang mit Spielen durchs Wasser zu bewegen.

Doch damit nicht genug: Nach einem stärkenden Buffet stellten Garnet Kothe und Gerd Drick vom Spielmobil Flensburg die neuesten Highlights unter den Gesellschaftsspielen vor. Bis in den Sonntagmorgen wurde das Plenum von den beiden in eine Spielhölle verwandelt.

Nach all dem Spass widmeten sich die TeilnehmerInnen am Sonntagmorgen einem ernsten Thema.  Sina Mabic´vom Verein Wendepunkt aus Elmshorn führte durch das brisante Thema „Kindeswohlgefährdung“.

Hintergrund: Die Spielmobile sind für die Kinder da! Das bedeutet aber nicht nur zu spielen. Was ist wenn Kinder geschlagen werden, wenn das „Kindeswohl“ in Gefahr ist? Was können die MitarbeiterInnen überhaupt machen – zum Beispiel auf einem Spielfest oder auf einer Ferienfreizeit? Was müssen sie tun? Was ist eigentlich genau Kindeswohlgefährdung? Diese Fragen standen im Vordergrund des Vormittags.

Puppen122Es stellte sich heraus, dass es in diesem Bereich eine große Verunsicherung gibt. In einer strukturierten Fallbesprechung wurde ein Fall exemplarisch behandelt. Frau Mabic´ konnte an Hand von Beispielen aufzeigen, wie SpielmobilerInnen in der Offenen Arbeit Kindern helfen können. Allgemeiner Tenor war, dass mit „Elternarbeit und Gesprächsführung“ dieses wichtige Thema nächstes Jahr weiter verfolgt werden solle.

Die Tagung endete am Sonntagnachmittag mit der LAG-Mitgliederversammlung. Garnet Kothe wurde neu in den Vorstand gewählt und die LAG freut sich, mit ihr eine kompetente Verstärkung gefunden zu haben. Jessica Lau stellte die neuen Flyer und Banner der LAG vor. Damit haben die Spielmobile im Norden wieder aktuelles Infomaterial.

Den Schwerpunkt der Versammlung bildete aber das Thema „Spielmobile auf der Landesgartenschau“. Mit dieser Aktion will die LAG öffentlichkeitswirksam für die Spielmobilidee werben. Sieben Spielmobile aus dem Norden meldeten sich spontan an, um am Sonntag, den 21. September 2008, in Schleswig an der Schlei ein großes Spielmobil-Piratenfest zu veranstalten. Die LAG Spielmobile hofft, dass es vielleicht sogar noch mehr werden, die mit zur Landesgartenschau kommen?!     …mehr Bilder

Spielmobilspektakel am 21. September 2008 auf der Landesgartenschau in Schleswig

Großes Aufgebot früh am Sonntag Morgen des 21. September: Unter dem passenden Motto „Piraten“ fanden sich 9 Spielmobile aus Norddeutschland bei der Landesgartenschau in Schleswig zusammen, um den großen und kleinen Besuchern ein interessantes und umfangreiches Programm zu bieten. Mit dabei waren die Spielbusse von Fidibus aus Norderstedt, das Spielmobil aus Lübeck, die Rappelkiste und das Spielmobil aus Flensburg, das Wespi aus Wedel, das Juks Mobil aus Plön, SpielTiger e.V. und MOBILE aus Hamburg sowie HUGO aus McPom. Die LAG Spielmobile Schleswig-Holstein e.V. hatte zusammen mit den Spielbussen und insgesamt 50 Akteuren ein buntes Angebot auf die Beine gestellt, das von den Besuchern der Gartenschau begeistert gestürmt wurde.

Für sechs Stunden wurde die große Spielwiese direkt an der Schlei zu einer Piratenhochburg. Und piratig-schöne Aktivitäten gab es zur Genüge! Davon konnten sich im Laufe des Nachmittages über 1.000 Besucher überzeugen und aus den verschiedensten Angeboten wählen.

Beim Spielmobil Plön wurden Buddelschiffe und bei MOBILE aus Hamburg Knochenketten gebastelt. Bei den Flensburgern wurden kreativ Kopftücher und Augenklappen hergestellt. An der Feuerstelle vom Spielmobil HUGO aus Sanitz, McPom schmiedeten die Piraten echte Enterhaken und nebenan konnten sie beim Fidibus aus Norderstedt Piratendiplome erwerben. Auf der Rollenrutsche von der Rappelkiste aus Flensburg bretterten Piraten über die Planke. Bei Wespi aus Wedel konnten sie sich, nachdem sie mit Piraten-Tattoos versehen worden waren mit der Leiterakrobatik im Entern üben.

Ein absoluter Hingucker war das 4 Meter hohe Piraten-4-Gewinnt des Spielmobils aus Lübeck. Die überdimensionalen Spielsteine waren extra anlässlich des Spielfestes im Piratenoutfit gestaltet worden. Die Bewegungsbaustelle des SpielTiger e.V. aus Hamburg wurde ebenfalls begeistert gestürmt. Große und kleine Kids versuchten über das „Piratenschiff“ aus Brettern, Kisten, Tauen und Netzen zu laufen, ohne in die tiefe See zu fallen. Gleich nebenan im Spielmobil gab es Schwerterbasteln und das im Akkord! Innerhalb von zwei Stunden waren die Materialien für über 100 Schwerter aufgebraucht und wilde Piratenkämpfe wurden sich vor dem Mobil geliefert.

Ein gemeinsamer Höhepunkt des Festes war die Piratenreise mit dem Schwungtuch. Dabei schwangen die Piraten zu abenteuerlicher Piratenmusik das Tanzbein und ließen den Käptn auf dem Schwungtuch tanzen.

Das Infozelt der Landesarbeitsgemeinschaft Spielmobile Schleswig-Holstein e.V. wurde neben Information auch zum Buttons machen genutzt. Wer wollte, konnte sich einen Piratenbutton mit seinem Namen stanzen lassen. Man muss ja auch wissen, wen man am Ende im Schwertkampf besiegt hatte.

Kurzum, für jeden war etwas dabei und neben den Kids kamen auch die Eltern nicht zu kurz. So manch einer versuchte dann doch mal sein Glück beim Piraten-Dosenwerfen, beim Drahtseillaufen,  beim Wikingerspiel oder bei den vielen Spielen, die die Spielmobile auf der Wiese verteilt hatten.

Alles in allem war es für die vielen Kinder ein unvergesslicher Nachmittag mit tollen Aktionen, gutem Wetter, einem herrlichen Ambiente und bester Laune. Und so ganz nebenbei hatten die Besucher die Möglichkeit einen guten Einblick in die Spielmobilarbeit in Norddeutschland zu bekommen, was von der Landesarbeitsgemeinschaft Spielmobile Schleswig-Holstein auch beabsichtigt wurde. Ob in Lübeck, Flensburg, Norderstedt, Plön, Wedel, McPom oder Hamburg: Die Spielmobile versuchen mit ihrer offenen Kinder- und Jugendarbeit auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen einzugehen und ihnen ein attraktives und wirkungsvolles Programm zu bieten. In diesem Sinne war das Piratenfest auf der Landesgartenschau 2008 in Schleswig ein voller Erfolg!

Ein besonderer Dank geht an die Veranstalter der Landesgartenschau, die dieses große Spielfest mit einer Aufwandsentschädigung für die teilnehmenden Akteure mit ermöglicht hat.

Willkommen bei der LAG Spielmobile S-H e.V.

Zielsetzungen der LAG sind seit Gründung:

  • Förderung des fachlichen Austausches
  • Beratung von Vereinen, Gemeinden und Einzelpersonen bei Aufbau und Planung eines Spielmobils
  • Aus- und Fortbildung zur Spielmobilarbeit
  • Öffentliche Werbung für Spielmobile, als eine attraktive und wirkungsvolle Form der Kinder- und Jugendarbeit mit flexiblen Einsatzmöglichkeiten